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Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Instant Acts

„INSTANT ACTS gegen Gewalt und Rassismus“ ist ein internationales Theaterprojekt, das im September und Oktober in verschiedenen Bundesländern Projekttage initiiert.

 http://www.interkunst.de/

"INSTANT ACTS gegen Gewalt und Rassismus“ ist ein internationales Theaterprojekt der kulturellen Jugendbildung, das seit 1993 jeweils im Herbst Projekttage überwiegend im ländlichen Raum initiiert. 2017 sind wir im September und Oktober unterwegs. Das internationale Ensemble von INSTANT ACTS besteht aus jungen Künstler_innen, die jedes Jahr weltweit neu ausgesucht werden. Sie kommen  aus Burkina Faso, Deutschland, Frankreich, Iran, Japan, Kroatien, Moldawien, Nigeria, Polen, Spanien, und der Tschechischen Republik. Workshopkonzepte werden aufeinander abgestimmt; Szenen, Choreographien und Kompositionen zum Thema Menschenrechte, Islamophobie, Gewalt und Rassismus, werden vorbereitet, und während einer intensiven Probenwoche Anfang September im Schloss Bröllin in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Action-Show mit Lifemusik zusammengefügt.   

Die professionelle Bühnenshow ist dabei Höhepunkt und Abschluss eines Projekttages für Jugendliche in Schulen, Jugendzentren und Jugendgefängnissen. Zu Beginn des Tages erhalten bis zu 150 Jugendliche die Möglichkeit, sich eine/n Künstler/in auszusuchen und aktiv mit ihr/ihm zu arbeiten. Rap, Freestyle Basketball, Beatbox, alternative Percussion, Trommeln, zeitgenössischer afrikanischer Tanz, Hula Hopp, Puppentheater, Zaubern, Jonglieren und Clownerie sind Beispiele von künstlerischen Ausdrucksformen, die sich stark an aktuellen Jugendkulturen orientieren und mit denen „Fremdheit“ und „Aggression“ thematisiert und bearbeitet wird – auch ohne gemeinsame Sprache.

Das Projekt ist vielschichtig aufgebaut, hat Tempo und nimmt jeden mit. Eine fröhliche Künstlerfamilie voller unterschiedlicher Menschen, Religionen, Lebensläufe beeindruckt die Jugendlichen von Anfang an. Besonders die liebevolle Art des Umgangs untereinander wirkt ansteckend. Besondere Merkmale sind: multikulturell, innovative Begegnungsformen, interdisziplinäre Theater- und Kunstformen, kulturelle Präventivmaßnahme, praxisnahe Umsetzung. Das Lernen findet auf gleicher Ebene mit dem Lehrenden statt: über Zuhören, Zuschauen, Geduld, Ausdauer, Spaß, Tempo, Disziplin und Erfolgserlebnisse; in der Hauptsache über Emotionen, also eine Art emotionales Lernen. Deshalb bleiben die Prozesse und Erlebnisse auch sehr lange in Erinnerung und wirken nachhaltig.

Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren lernen mit konkreten künstlerischen Angeboten eine fremde Kultur kennen. Das hilft gegenseitige Achtung aufbauen und Frust spielerisch abbauen. Die Jugendlichen werden befähigt, Unterwerfungszumutungen abzuwehren bzw. andere nicht zu unterwerfen. Durch die Teilnahme am Projekt lernen die Jugendlichen sich selbst neu kennen. Anfangs vielleicht noch skeptisch oder abweisend, erfahren sie Entscheidungsfreude, Disziplin, Motivation und die Überwindung von Angst und Scham. Das Projekt trifft die Sprache der Jugend, überzeugt durch die Vielfalt der Angebote, das Temperament und Professionalität sowie Unkompliziertheit der Künstler/innen im Umgang mit den Jugendlichen während der Workshops und im Abendprogramm.

Wir gehen mit dem Projekt dahin, wo die Jugendlichen sind – und uns nicht entwischen können. Mag die Ablehnung anfangs noch so groß sein, sie dreht sich meistens schon innerhalb weniger Minuten ins Positive. Es ist der Respekt, den man den fast gleichaltrigen Künstler_innen zollt. Und es ist das ehrliche Interesse, mit den Künstler_innen kommunizieren zu wollen, auch wenn sie kein deutsch sprechen. Man benutzt „Hände und  Füße“, was sehr lustig ist und gleichzeitig die Atmosphäre lockert. Oder es ist die erste Chance, seine Englisch- oder Französisch- Kenntnisse auszuprobieren. Und es gibt ein gemeinsames Ziel – die Präsentation der Workshopergebnisse. Kurze Szenen, Choreographien oder Lieder werden vor allen Teilnehmer_innen aller Workshops gezeigt. Und das freiwillig. Trotzdem gibt es kaum jemanden, der nichts zeigen will. Es ist nicht einfach die Angst zu überwinden und sich zu zeigen, der Applaus belohnt jedoch die Überwindung und sorgt für Selbstbewusstsein.

 

Mit freundlicher Unterstüzung durch:

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